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Premiere für den Bundespresseball – Erstmals wurde im Adlon gefeiert

Honza Klein

Das hat es seit der Wiedereröffnung des Hotels Adlon 1997 nicht gegeben. Beim diesjährigen Bundespresseball wurde das gesamte Haus zum Ballsaal, zur Partyzone. „Ein wenig ist es eine Rückkehr zur unserer Traditon“, freute sich Hotelchef Emile Bootsma. Schon in den 30iger Jahren des vergangen Jahrhunderts gab es den Ball der ausländischen Presse. In den vergangenen Jahren hieß es jedoch eigentlich immer, das dass Haus für den Ball zu klein. „Wir haben noch einmal genau geschaut und es geht doch“, meinte Gregor Mayntz, Vorsitzender der Bundespressekonferenz. Viel Arbeit war es trotzdem für Ballorganisator Alfred Gertler: „Aber wir mussten nicht so viel wie sonst dekorieren, da das Hotel für sich spricht.“

2300 Gäste tummelten sich in allen Bereichen der Edelherberge. Wieder etwas mehr als im Vorjahr im Flughafen Tempelhof (2.000), etwas weniger als all die Jahre im Hotel Interconti (2.500).

Sie alle erfuhren aber nicht nur das Fünf-Stern-Adlon-Flair erfahren. Gerade wurde Hendrik Otto wieder mit zwei Michelin-Sternen geehrt und nun musste er mit seinem Team u.a. für Bundespräsident Joachim Gauck kochen. Auf der Einkaufsliste standen beispielsweise 5.000 Stück Sushi, 4.000 Austern, 200 kg Fleisch (Rind, Lamm, Pork, Strauß), 8 kg schwarzer Trüffel, 1000 Currywürste sowie 1.800 Flaschen Champagner Louis de Sacy und 1.500 Liter Bier. Und auch an die Weinliebhaber war gedacht. Das Weingüter Beck und Köpfer waren vertreten, ebenso wie Helmut Christ aus Franken und die Brüder Dr. Becker. Genug gute Tropfen also für eine lange Ballnacht. Hochprozentiger ging es in der Bibliothek bei Sash&Fritz mit Wodka und Kaviar zu. Dort ließ sich auch der Hotelchef nieder.

Zu Preisen von 650 Euro für die Dinnerkarte und 350 Euro für die Flanierkarte war der Ball total ausverkauft. Der Stimmung nach zu urteilen ein voller Erfolg diese Premiere im Adlon. Auch wenn es ein wenig zerfasert erschien durch die vielen unterschiedlichen Räume. Vom Foyer bis zum Sra Bua, wo weit nach Mitternacht noch Daniela Schadt, die Begleitung des Bundespräsidenten, der längst gegangen war, feierte und rauchte, war es doch ein ziemlicher weg durch das gesamte Haus und über ein paar Treppen. Doch es steht zu vermuten, dass es im nächsten Jahr wieder das Adlon wird. Irgendwann ist ja das Humboldtforum im wiedererstandenen Schloss fertig. Vielleicht findet sich dort dann wieder mal ein richtig großer Ballsaal.

2018-03-21T13:14:56+00:00